Soroptimist Club Worms unterstützt Bildungsprojekt von „afemdi“ für Frauen in Kamerun mit 1000 €

(Bea Witt)

„Effektiv und nachhaltig kann Armut und die Benachteiligung von Frauen nur durch Bildung überwunden werden“, weiß Anne Dörrhöfer, Präsidentin des Soroptimist-Club-Worms. Deshalb unterstützt der Club regionale und internationale Projekte zur Verbesserung der Stellung von Frauen und für eine gerechtere Welt.

„Wir freuen uns, am heutigen Welt-Alphabetisierungstag der UNESCO die wichtige Arbeit von „afemdi“ mit einer Spende von 1.000 Euro  zu unterstützen. Durch das Alphabetisierungsprojekt von „afemdi“ haben  Frauen in Kamerun die Chance zur gesellschaftlichen Teilhabe und ein selbst bestimmtes Leben zu führen. Bildung wird für uns auch in Zukunft ein großes Thema sein“, betonte Anne Dörrhöfer.

„Es ist erschütternd, dass weltweit 750 Millionen erwachsene Menschen Analphabeten sind, 63 Prozent (!) davon sind  Frauen“, sagte Elke Scheiner, Vorsitzende von  „afemdi“.  Seit 2006 macht sich der Verein mit vielen, vorwiegend aus Rheinhessen stammenden, ehrenamtlichen Helfern, für das Thema Alphabetisierung  von Frauen und Mädchen in Kamerun stark.

„Die Bemühungen der Menschen, ihren Lebensstandard zu verbessern, der Kampf der Frauen um Anerkennung ihrer Person und um Gleichberechtigung sind beeindruckend und verdienen es unterstützt zu werden“, so Scheiner.

Inzwischen ist auf einem Hirsefeld eine Schule für Frauen im Entstehen. „Die Arbeiten am Lehmboden sind in der jetzigen Regenzeit sehr beschwerlich. Aber das Fundament ist gelegt,  die benötigten Hohlblocksteine in Handarbeit geformt und bereits gelagert. Wir hoffen, dass der Bau  bis Ende des Jahres fertig ist und im kommenden Jahr die Schule genutzt werden kann. Es werden  zwei Klassenräume zur Verfügung stehen“, informierte Scheiner. „Die Frauen freuen sich auf den eigenen Unterrichtsplatz und dass sie nicht mehr auf blankem Boden zu sitzen müssen.“  Sobald Fenster und Eingänge, die auch mit Rampen für beeinträchtigte Menschen versehen sind, montiert seien, werde eine Art Richtfest gefeiert. Die Schule soll auch möbliert werden und dazu hat Scheiner bereits Ideen.  „Möglicherweise kann ich gebrauchte Tische und Bänke organisieren“, sagte sie.

Der Bau der Schule habe auch Auswirkungen auf die gesellschaftliche und soziale Situation von Frauen und gebe ihnen großes Selbstvertrauen. „Wir sind schließlich die Arbeitgeber: 21 Männer werden für ihre Arbeit von uns bezahlt“, so Scheiner. 

Info

Seit 1995  reist Elke Scheiner nach Kamerun. Ihr Reiseschwerpunkt ist seit dem Jahr 2000 der Norden Kameruns, wo die Juristin durch  ihre  Freundin Fadimaton Toukour, Rektorin einer Schule in Maroua (Hauptstadt der Provinz Extrême), von den engagierten Frauen des Partnervereins von „afemdi“ erfuhr.  Seitdem unterstützt sie die Projektarbeit mit dem Ziel, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen, nämlich die Diskrepanz zwischen den Gleichstellungsrechten und der Wirklichkeit  und den Analphabetismus der vorwiegend weiblichen Bevölkerung im Norden von Kamerun zu dezimieren.

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