vorschau_ausst_2016Ausstellung im Rathaus der Stadt Worms

vom 2. – 20. Mai 2016
Die Broschüre können Sie hier herunterladen


ziegenflyerZiegenherde in Rey Bouba

Eine Ziege kostet 38 Euro (= 25000 kamerunische Francs). Dies ist der Preis für eine magere Ziege auf dem Markt, die noch gut gefüttert werden muß. Jede Patenschaftsspende wird besiegelt mit einer Ziegen-Urkunde und mit einer Spendenbescheinigung.

Lesen Sie mehr über das AFEMDI-Projekt in unserem Flyer


Alphabetisierungsprogramm für muslimische Mädchen
und Frauen im Hohen Norden von Kamerun

LesPupillesIn einer nord-kamerunischen Gesellschaft, in der ein junges Mädchen zur Heirat bestimmt ist, ist die Selbstverständlichkeit dieser der Frau zugedachten Rolle leicht vorstellbar. Ihre Bestimmung beschränkt sich also auf eine vollkommene Hingabe zu ihrem Ehemann. Dieser Ehemann, dem sie, kaum erst eine Jugendliche, durch reinen Willen ihrer Eltern, oder besser ihres Vaters übergeben wurde. … Die Rolle der Frau, die die Gesellschaft auf die reine Rolle der Ehefrau reduziert hat, ist also für Verletzlichkeit und soziale Ungewissheit bestimmt und es wird nicht lange dauern, bis sich die wahrscheinliche Entwicklung zur allgegenwärtigen Scheidung herausstellt. Ohne eigene Ressourcen, ohne eine Schule besucht zu haben und ohne auf etwas anderes vorbereitet zu sein, wird sie sich den Qualen eines anderen Alltags ausgesetzt sehen, der zwangsläufig andere Gefahren birgt. …

Pupilles bedeutet unter Fürsorge stehende Schützling, Schutzbefohlener, Mündel, Waise. In der Tat, die 20 “pupilles”, die nun in Maroua durch den kamerunoischen Verein Afemdi-Marua und die deutsche Partnerorganisation afemdi-projekte Deutschland e.V. betreut werden, stehen unter der Fürsorge dieser beiden Organisationen.

Lesen Sie weiter in der Publikation und lernen Sie die “pupilles” kennen.


AFEMDI ABC-Paket zum Schulanfang

ABC_FlyerAuch im Kamerun beginnt das Schuljahr – wie in Rheinland-Pfalz – im September eines jeden Jahres. Schultüten gibt es dort nicht zur Einschulung. Das ist traditionell nicht vorgesehen und oft fehlt den Eltern überhaupt das notwendige Geld, ihre Kinder, insbesondere die Mädchen, in die Schule zu schicken…

Lesen Sie mehr über das AFEMDI ABC-Paket zum Schulanfang in unserem Flyer


wer-ist-AfemdiWer ist afemdi (Flyer)

AFEMDI/Maroua ist die Abkürzung für Association des Filles et Femmes Musulmanes du Diamaré; der Bezirk Diamaré liegt im Extremen Norden von Kamerun, dessen Verwaltungshauptstadt Maroua ist. Neben den örtlichen Dialekten der unterschiedlichen Ethnien spricht man dort die französische Sprache. Präsidentin von AFEMDI/Maroua ist Madame Fadimatou Toukour. Sie ist Direktorin einer Berufsschule in Maroua, sehr durchsetzungsfähig und streng, aber allseits wegen ihrer Aktivitäten zugunsten der Mädchen und Frauen bekannt und beliebt. Die Gruppe AFEMDI/Maroua besteht aus 75 aktiven Frauen, die seit 1995 zusammen arbeiten. Der betreute Personenkreis umfasst hunderte von bedürftigen Mädchen in den Grundschulen des Bezirks Diamaré und eine Gruppe von derzeit zweihundertfünfzig Frauen aus Maroua, die über die Alphabetisierungskurse die französische Amtssprache lesen und schreiben erlernen, sowie 20 Stipendiatinnen, die gezielt in eine geeignete Schule vermittelt werden.


Aufnahme3Kunst für Afemdi

Grußwort von Elke Scheiner

Seelenverwandtschaft mag das richtige Wort dafür sein, daß zwischen Mme Toukour und mir ein inhaltlich erfolgreiches Einvernehmen für die Frauenarbeit im Allgemeinen und für die AFEMDI-Frauen im Hohen Norden von Kamerun im Besonderen besteht. Diese Beziehung dauert nun schon seit mehr als 6 Jahren an und trägt inzwischen Früchte, die ich mir so und in diesem Ausmaß damals im Jahre 2005 nicht hätte träumen lassen. Das ursprüngliche Ziel, 100 Patenschaften für lernwillige Mädchen und Frauen aus dem AFEMDI Alphabetisierungsprogramm in Maroua zu finden, ist zwar noch nicht erreicht. Statt dessen hat sich ein großer Freundeskreis aus interessierten und aktiven Bürgerinnen und Bürgern sowie Institutionen in Rheinhessen gebildet, die sozusagen „Berge versetzen“. Seit 4 Jahren unterstützt der Freundeskreis die AFEMDI-Frauen mit einem jährlichen Betrag von 4000 bis 6000 Euro für die Alphabetisierungskurse; die Gelder stammen aus dem großen Spendenlauf der 10 Alzeyer Schulen im Jahre 2008 und aus dem Verkaufserlös der von rheinhessischen Künstlerinnen und Künstlern gespendeten und in Benefizveranstaltungen verkauften Werke. Die Patenschaftsliste für konkrete Patenkinder und für einen Zeitabschnitt von ca. 4 Jahren hat sich inzwischen auf 13 erhöht. Schließlich hat die Postkartenaktion „Stein auf Stein“ einen stolzen Betrag von mittlerweise 7000 Euro für die Einfriedung des AFEMDI-Schulgeländes „Hirsefeld“ in Maroua mit einer Mauer zusammen gebracht.


Aufnahme2Im Hohen Norden von Kamerun

“Eduquer une fille c`est éduquer toute une nation.” –
“Eine Frau auszubilden, bedeutet, eine Nation zu erziehen!”

Diese afrikanische Weisheit war der Wahlspruch am nationalen Tag der Jugend, dem 11.2.2009, in Maroua. Das Gebiet Diamaré liegt in der Provinz „Extrême Nord“ von Kamerun, dessen Verwaltungshauptstadt Maroua ist. Der Norden von Kamerun ist vorwiegend muslimisch geprägt. Die Association des Filles et FEmmes Musulmannes du Diamaré; afemdi, geleitet von Fadimatou Toukour, ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO/ONG) von Frauen, die sich um den regelmäßigen Schulbesuch von Mädchen und die Alphabetisierung von Frauen kümmert. Ohne diese aktiven Frauen und ihren engen Zusammenhalt für das Ziel „Selbständigkeit der Frau durch Bildung und Erziehung“ wären die Erfolge von afemdi nicht denkbar.


Aufnahme1Benefizausstellung Afemdi in Dintesheim

Eine Begegnung..

Die rote Piste, die durch die Wildnis führt,ist umsäumt von Dornengestrüpp. Die gleißende Sonne brennt unerbittlich. Du, schöne Fremde, bist angekommen.
Der Weg war schwierig. Die lange Reise ist noch nicht zu Ende, Aber ich halte inne und stelle meinen vollen Krug neben Deinen.
Du teilst dein geschöpftes Wasser mit mir. Ich höre Dir zu, ich habe Zeit. Wir sprechen – wundersam – dieselbe Sprache. Die Zeit der Dürre wird ein Ende haben.
Diesen Gedanken liegt ein Tag in der Einöde bei den Rinderhirten der Nomaden und ein Besuch in der Moschee zugrunde, um Abstand vom Alltag mit den 30 elternlosen Mädchen und Jungen im Kinderhaus von Rey Bouba zu gewinnen.

Was passiert hier zwischen den Zeilen?

Zwei Frauen begegnen sich, Zwei Frauen aus unterschiedlichsten Lebensentwürfen. Sie kennen sich nicht. Ihrem Lebensweg ist eine Begegnung vorgegeben. Sie sind angstfrei und lernen sich kennen. Beiderseitiges Vertrauen über einige Jahre hinweg ist die Basis dieser außergewöhnlichen, Kontinente überschreitenden Beziehung.
Beide haben ein Ziel, es ist dasselbe Ziel. Sie gehen es nun gemeinsam an. Sie werfen ihr erlerntes Wissen, ihr geübtes Können, ihren Erfindungsreichtum und ihre volle Kraft in die beiden Schalen der Waage des Lebens nördlich und südlich des Äquators. Sie arbeiten daran, einen Ausweg aus der existentiellen Ungleichheit zu finden und eine gesellschaftliche Gerechtigkeitslücke zu schließen.
Die beiden Frauen lassen sich auf ein Wagnis ein. Sie teilen das, was sie haben und (!) sie finden grenzüberschreitend viele Verbündete für das AFEMDI-Projekt „Schule auf dem Hirsefeld“, zu denen auch der kamerunische Künstler Messe A Rim Valerie aus Bafia im Bezirk von Bokito gehört.

 

 

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