Durch die langjährige Vereinsarbeit von afemdi-projekte Deutschland im Hohen Norden von Kamerun haben wir erkannt, dass viele Frauen dort, insbesondere in den Dörfern, keine Geburtsurkunde haben. Das bedeutet, dass diese Frauen rechtlos sind und in purer Abhängikeit ihrer Männer leben. Sie können sich nicht ausweisen, nicht wählen gehen, nicht in einer Behörde vorsprechen und dürfen noch nicht einmal alleine Bus fahren. Mädchen können ohne eine Geburtsurkunde nur die Grundschule besuchen. Die Versetzung in eine weiterführende Schule bleibt ihnen verwehrt. Frauen ohne Geburtsurkunde sind für den Staat quasi nicht existent.
Für die eigenen Rechte kämpfen
afemdi-projekte Deutschland hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Mädchen und Frauen nachträglich mit Geburtsurkunden und in der Folge mit einem Personalausweis auszustatten. Nur so können Mädchen und Frauen in die Gesellschaft integriert werden. Das ist der einzige Weg, ihrer Benachteiligung langfristig entgegen zu wirken. Allein der Besuch einer weiterführenden Schule befähigt sie, einen selbst gewählten Beruf auszuüben und für ihre in der Verfassung garantierten Rechte selbst einzutreten und zu kämpfen.
Und nicht nur das: Die Vereinsvorsitzende Elke Scheiner hat in den letzten Jahren den Lamido von Rey Bouba/ Provinz Nord immer wieder bedrängt, nachträgliche Geburtsurkunden zu organisieren und für die Finanzierung Sorge zu tragen. Ihr stetiges Fordern hat Früchte getragen: Im Frühjahr 2024 überreichte die „Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit“ am Sitz des Lamido und in dessen Beisein 13.000 Personen, darunter auch Mädchen und Frauen, ihre Geburtsurkunden.
Der Lamido von Rey Bouba machte als erster regionaler und religiöser Machthaber in der Provinz Nord von Kamerun Ernst damit, dass Frauen die in der Verfassung garantierten Individualrechte erhalten: Geburtsurkunde und in der Folge Personalausweis, Reisepass, Wahlrecht.
Leider sind aber eine Vielzahl von analphabetischen Frauen in unserem örtlichen Tätigkeitsfeld von Mayo-Rey (konkret im Arrondissement Madingring/Provinz Nord) bei der öffentlichen Verteilung der nachträglich beantragten Geburtsurkunden in Rey Bouba durch das Raster gefallen.
Unser Spendenziel
afemdi-projekte Deutschland möchte deshalb bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10.12.2026 das Geld für weitere 700 Geburtsurkunden sammeln. Eine Geburtsurkunde kostete -sie ist inzwischen teurer geworden – mindestens 40 Euro: 30 Euro Verwaltungsgebühr pro Geburtsurkunde und 10 Euro pro Frau für die Gerichtsverhandlung einschließlich der Zeugen- und Dolmetscherkosten.
Bitte spenden Sie, damit auch diesen Frauen so schnell wie möglich eine Geburtsurkunde ermöglicht wird. Bauen Sie mit Ihrer Spende eine Brücke dafür, dass 700 Frauen durch eine Geburtsurkunde eine Chance zur Teilnahme am sozialen und gesellschaftlichen Leben gewährt wird.
Spendenkonto:
Rheinhessen Sparkasse
IBAN: DE06 5535 0010 0021 2044 17
BIC-/SWIFT-Code: MALADE51WOR